Faszination Lösungsfokussiertes Coaching von Organisationen

Vor zwei Tagen wurde ich von meiner lieben Kollegin Elfie Czerny interviewt und gefragt, was für mich die Faszination des lösungsfokussierten Coachings darstellt. Ihre guten Fragen waren wieder einmal hilfreich und brachten mich zum Nachdenken über meine eigene Arbeit. Hier sind meine Antworten:

Was fasziniert Dich am Lösungsfokus?

Am meisten fasziniert mich derzeit, wie gut sich die lösungsfokussierte Arbeitsweise skalieren lässt. Damit meine ich, dass sie in unterschiedlichen Settings wirksam ist: im Einzelcoaching, im Gruppencoaching oder Teambuilding, wie auch im Gespräch mit einer ganzen Organisation. Ja sogar für den Dialog zwischen Organisationen entfaltet sie positive Wirkung. 

Welche Unterschiede macht Lösungsfokus für Dich (in Deiner Arbeit, Deinem Leben)?

In meiner Arbeit: den Unterschied zwischen wirksam und mühsam. 

In meinem Leben: den Unterschied zwischen glücklich oder frustriert. 🙂

In Zusammenhang mit Lösungsfokussierung wird häufig von einem Paradigmenwechsel gesprochen: Was ist für Dich der Paradigmenwechsel?

Für mich ist der aktuell relevanteste Paradigmen-Wechsel von „kompliziert“ zu „komplex“. Im komplizierten Kontext, wie zum Beispiel bei einem Hausbau, begegnet man Herausforderungen mit Analyse und Expertenwissen. In komplexen Kontexten, wie zum Beispiel einem Regenwald oder in einer großen Organisation, lassen sich Herausforderungen nicht linear, sondern nur durch Experimente, Beobachtung und Reaktionen lösen. 

Aktuell kommen die meisten Herausforderungen für Organisationen aus der Domäne „komplex“. Demzufolge ist Lösungsfokus als eine grundsätzlich experimentelle, iterative und erfahrungsbasierte Arbeitsweise wie für diesen Kontext geschaffen. 

Wie zeigt sich dieser Paradigmenwechsel in Deiner lösungsfokussierten Praxis?

Ich arbeite seit zwei Jahrzehnten mit Organisationen an ihren Change-Vorhaben. Dabei habe ich erkannt: Große Veränderungen in einem lebenden System inmitten eines VUCA Umfeldes lassen sich nicht linear planen – heute weniger denn je. Demzufolge finde ich es wirksamer, solides lösungsfokussiertes OE Handwerkszeug anzuwenden. Das bedeutet zum Beispiel:

  • Die Organisation zu einer gemeinsamen Vision ihrer erwünschten Zukunft zu geleiten. 
  • Menschen zu helfen, sich auf Möglichkeiten und Funktionierendes zu fokussieren. 
  • Den Unternehmenszweck für alle zu konkretisieren. 
  • Einen partnerschaftlichen Dialog in und mit der Organisation zu moderieren. Hoffnung zu kultivieren. 
  • Aufmerksam und kompetent die kleinen Schritte am Wege zur Veränderung zu begleiten. 

Am 17.-18. Oktober in Berlin teile ich mein Know-how dazu, wie man Organisationen mit Leichtigkeit, Sicherheit und Freude lösungsfokussiert und agil coacht. Versäumt nicht diese Chance und sichert Euch noch rasch einen Platz in meiner Seminar-Gruppe! 
https://www.simon-weber.de/seminare.php?w=4